Und zwar genau dort, wo wir es vorgesehen haben. Genau darum geht es im Kern bei der Luftdichtheit. Für eine gute Verbrennung benötigt ein Kaminofen Sauerstoff. Bei einem luftdichten Kaminofen gelangt die Verbrennungsluft ausschließlich durch die dafür vorgesehenen Öffnungen in den Ofen. Nicht durch unerwünschte Spalten oder an anderen Stellen. Das klingt vielleicht selbstverständlich, stellt aber hohe Anforderungen an die Entwicklung, Konstruktion und Fertigung eines Kaminofens.
Warum ist Luftdichtheit wichtig?
In einem Kaminofen wird die Luftzufuhr ganz gezielt gesteuert. Sowohl die Luftmenge als auch die Stelle, an der sie in den Brennraum gelangt, beeinflussen das Feuer und die Verbrennung. Gelangt zusätzliche Luft durch unerwünschte Öffnungen in den Ofen, spricht man auch von Falschluft. Diese Luftzufuhr lässt sich kaum oder gar nicht regulieren und kann dadurch die Verbrennung beeinflussen. Je luftdichter der Kaminofen gebaut ist, desto besser entsprechen die Luftströme im Ofen dem, was wir bei seiner Entwicklung vorgesehen haben.
Wie wird die Luftdichtheit eines Kaminofens bestimmt?
Luftdichtheit lässt sich messen. Dabei wird die Leckrate des Kaminofens bestimmt: die Luftmenge, die bei einer bestimmten Druckdifferenz durch unerwünschte Öffnungen in den Ofen gelangen kann. Für die Klassifizierung Typ BF wird diese Leckrate bei einer Druckdifferenz von 10 Pa gemessen. Die gemessene Leckrate wird anschließend vom Hersteller garantiert. Eine technische Klassifizierung also, die ganz konkret zeigt, wie sorgfältig ein Kaminofen entwickelt und gebaut wurde.
Von Type B bis Type C
Für die Luftdichtheit von Kaminöfen werden verschiedene Klassifizierungen verwendet. Von niedrig nach hoch unterscheiden wir:
Type B – Basis
Das Gerät ist für die Verbrennung an die Außenluft angeschlossen. Bei dieser Klasse können unerwünschte Luftströme beziehungsweise Falschluft festgestellt werden. Es gelten noch keine strengen Anforderungen an die Leckrate.
Type BE
Auch bei Typ BE ist das Gerät für die Verbrennung an die Außenluft angeschlossen. Es werden jedoch keine strengen Anforderungen an die Luftmenge gestellt, die durch Leckagen in das Gerät gelangen kann.
Type BF
Bei einem Gerät des Typs BF geht man einen Schritt weiter. Die Leckrate des Kaminofens wird bei einer Druckdifferenz von 10 Pa tatsächlich gemessen und vom Hersteller garantiert. Damit ist die Luftdichtheit nicht nur eine konstruktive Eigenschaft, sondern auch eine messbare und garantierte Leistung.
Type C
Typ C stellt die höchsten Anforderungen an die Luftdichtheit. Für diese Klasse gilt eine strenge maximale Leckrate von weniger als 0,025 m³/h pro kW. Außerdem muss das Gerät Luftdruck standhalten können. Damit eignet sich diese Klasse insbesondere für sehr gut gedämmte und luftdichte Gebäude.
Type BF bei Leenders
Immer mehr Leenders Kaminöfen sind als Typ BF klassifiziert. Seit dem 1. August 2026 sind dies SORENNE, LYNNE, BOXER PLUS, LOBBE, LOBBE COMPACT, MATS, KILO und DAYNA. Damit wissen wir nicht nur, dass die Luftströme bei der Entwicklung sorgfältig festgelegt wurden, sondern die Luftdichtheit des Kaminofens wird auch tatsächlich gemessen. Für uns passt das genau zu der Art und Weise, wie wir einen Kaminofen bauen möchten. Die Luft, die ein Feuer braucht, soll genau dort in den Ofen gelangen, wo sie hingehört.