Ein gut brennender Holzofen verbreitet nicht nur Wärme, sondern auch einen angenehmen Duft, der sofort ein Gefühl von Gemütlichkeit hervorruft. Aber was, wenn Ihr Ofen einen unangenehmen Geruch abgibt? Keine Panik, in diesem Artikel erklären wir, woher ein solcher Geruch kommen kann und, noch wichtiger, wie Sie dies verhindern können. So bleibt der Geruch in und außerhalb Ihres Hauses ebenso angenehm wie das Feuer in Ihrem Ofen.
Holzofen riecht chemisch
Gibt Ihr Ofen einen chemischen Geruch ab? Riecht Ihr neuer Holzofen? Keine Sorge, das ist zu Beginn nicht ungewöhnlich. Während der ersten Male Heizen können einige chemische Gerüche freigesetzt werden. Dies liegt daran, dass der Lack aushärtet oder die Transportschutzschicht noch mit verbrennt. Diese Gerüche verschwinden von selbst nach ein paar Mal Heizen.
Bleibt Ihr Ofen zu einem späteren Zeitpunkt schlecht riechen? Dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass beim Heizen etwas schiefläuft. In einem Holzofen sollten Sie ausschließlich sauberes, unbehandeltes und trockenes Holz verwenden. Also keine lackierten, bemalten, verleimten, konservierten oder imprägnierten Bretter. Auch der Feuchtigkeitsgehalt ist wichtig. Holz darf maximal 20% Restfeuchte enthalten.
Möchten Sie wissen, welches Holz am besten geeignet ist? Lesen Sie dann unsere Artikel über das beste Brennholz und wie Sie Holz gut trocknen können.
Bei einem guten Feuer riechen Sie die Holzart, Buchenholz riecht anders als Eichen, und genau das ist der Charme. Aber wenn Sie einen scharfen Brandgeruch im Haus riechen, seien Sie vorsichtig: Das kann auf einen Kaminbrand hindeuten. In diesem Fall: sofort das Heizen einstellen und die Feuerwehr rufen.
Holzofen riecht, wenn er aus ist
Wenn nach einem Abend Heizen noch Holzstücke liegen, kann dies auch für Rauchgeruch sorgen. Der Ofen war dann wahrscheinlich nicht auf Betriebstemperatur und es ist keine vollständige Verbrennung erfolgt. Das kann daran liegen, dass Sie die Luftzufuhr zu schnell geschlossen haben.
Ein gutes Feuer braucht Sauerstoff und ein wenig Geduld. Geben Sie Ihrem Ofen also die Zeit, in Gang zu kommen, und schließen Sie die Luftzufuhr erst, wenn das Feuer gut brennt. So vermeiden Sie Rauchgeruch und holen das Beste aus Ihrem Holz heraus.
Holzofen riecht draußen
Gibt Ihr Holzofen draußen einen unangenehmen Geruch ab? Auch dies kann durch das Verbrennen von falschem Holz verursacht werden, wodurch eine unvollständige Verbrennung auftritt. Zudem kann die Ansammlung von Kreosot in Ihrem Schornstein zu einem unangenehmen Geruch führen. Kreosotansammlungen erhöhen das Risiko einer Kohlenmonoxidvergiftung und eines Kaminbrands. Unser Rat? Lassen Sie Ihren Schornstein mindestens einmal im Jahr von einem anerkannten Schornsteinfeger reinigen. So bleibt die Luft draußen frisch und die Situation innen sicher.